Arbeitest du viel im Sitzen, zum Beispiel im Büro oder beim Autofahren? Dann kennst du das selbst: Nach einer Weile lässt die Konzentration nach, der Kopf wird müde, der Körper wird schwer und nichts geht mehr richtig voran. Unseren Kindern geht es da nicht anders. Sie sitzen im Unterricht, bei den Hausaufgaben und beim Lernen. Dabei lässt die Konzentration nach einiger Zeit deutlich nach. Mit dem richtigen Lernrhythmus und kurzen Pausen, in denen Kopf und Körper wieder auftanken können, lässt sich aber die Konzentration deines Kindes verbessern.

    Die Konzentration zurückholen - in 5 Minuten?

    Konzentration entsteht nicht einfach dadurch, dass ein Kind sich „mehr anstrengt“ oder "mehr Mühe gibt". Sie entwickelt sich im Zusammenspiel von Kopf, Körper und Nervensystem. Und wir schauen hier in diesem Beitrag einmal, wie wir nach einer Lern- und Sitzphase mithilfe des Körpers Kopf und Nervensystem wieder in den Fokus bringen können. Los gehts!

    Damit Lernen gut gelingen kann, sind drei Dinge besonders wichtig:

    • Die einzelnen Lerneinheiten sollten nicht zu lang sein.
      Für viele Kinder sind etwa 20–25 Minuten ein guter Richtwert, bevor die Konzentration spürbar nachlässt.
    • Auf jede Lerneinheit sollte eine kurze Pause folgen.
      Und da sind sie, die berühmten 5 Minuten. 5 Minuten, bevor es dann mit dem Lernen weitergehen kann.
    • Diese 5-Minuten-Pausen sollten  sinnvoll genutzt werden.
      Genau dann machen diese 5 Minuten nämlich erst den Unterschied. Hier entscheidet sich, ob dein Kind danach wieder in den Fokus findet oder nicht.

    Werden die Pausen sinnnvoll genutzt,  kann sich das Nervensystem regulieren, Spannung wird abgebaut, und das Gehirn bekommt die Möglichkeit, Gelerntes zu verarbeiten. Studien zeigen sogar, dass sich die Gedächtnisleistung durch kurze Pausen verbessern kann. Deshalb sind Pausen kein „Unterbrechen“ des Lernens, sie sind ein wichtiger Teil davon.

    Was braucht dein Kind in diesen 5 Minuten?

    Die Aktivitäten in den 5-Minuten-Pausen können ganz unterschiedlich aussehen,  je nachdem, was dein Kind gerade braucht. Manchmal muss der Körper Energie loswerden, manchmal braucht der Kopf einen klaren Moment, manchmal neue Kraft oder einfach Ruhe.

    Im Folgenden findest du vier einfache Ideen, die unterschiedliche Zwecke erfüllen und sich gut in den Lernalltag integrieren und auch kombinieren lassen.

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    1. Bewegung – wenn dein Kind Energie loswerden muss:

    Wenn dein Kind unruhig wird, zappelt oder nicht mehr still sitzen kann, steckt oft zu viel Spannung im Körper.

    Impuls für dein Kind: Schütteln und strecken!
    Stell dich hin und schüttel den ganzen Körper einmal aus: Arme, Schultern, Beine und Füße. Bei den Füßen angekommen, lass den Oberkörper einmal kurz nach vorne hängen. Roll dich dann wieder auf und streck die Arme und Hände nach oben. Greife ganz nach oben, so als wolltest du Kirschen oder Äpfel vom Baum pflücken. Streck dich so weit hoch, bis du auf den Zehenspitzen stehst.

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    2. Frische-Kick – wenn der Kopf wieder klar werden soll

    Manchmal ist der Kopf einfach „voll“, und braucht einen kurzen Impuls von außen, um wieder frei zu werden.

    Impuls für dein Kind: Wasser marsch, hallo wach!
    Lass das Waschbecken voll laufen mit kaltem Wasser. Halte die Hände, Handgelenke und Unterarme in das kalte Wasser. Lege danach die kühlen Hände für einen Moment auf die Augen oder in den Nacken. Spüre, wie das kühle Gefühl dich erfrischt.

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    3. Energie – wenn dein Kind neue Kraft braucht

    Dein Kind ist müde, die Energie lässt nach? Dann kann eine kurze mentale Vorstellung helfen, wieder aufzutanken.

    Impuls für dein Kind: Lade deinen Energie-Akku wieder auf!
    Schließe die Augen und stell dir deinen inneren Energie-Akku vor, wie bei einem Handy.  Ist er im orangefarbenen oder sogar roten Bereich? Sind nur noch wenige Balken zu sehen? Stell dir vor, wie er sich langsam wieder auflädt. Balken für Balken. Die Farbe wechselt von rot zu orange und dann zu grün, so lange, bis er voll aufgeladen und im grünen Bereich ist.

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    4. Ruhe – wenn der Kopf eine Pause braucht

    Wenn dein Kind erschöpft ist, sich überfordert fühlt oder gereizt reagiert, hilft ein kurzer Moment, um wieder bei sich anzukommen.

    Impuls für dein Kind: Kurze Auszeit
    Leg dich kurz auf den Rücken, eine Hand auf deinen Bauch. Schließe die Augen und atme so ein, dass sich dein Bauch wie ein Ballon hebt. Beim Ausatmen spürst du, wie er langsam wieder kleiner wird. Bleib für ein paar Atemzüge dabei. Streck dich dann einmal ganz lang, als würdest du gerade aufwachen. Dann zieh Arme und Beine zu dir heran, mach ein kleines Päckchen und schaukel sanft vor und zurück, bis deine Füße wieder den Boden berühren und du dich aufsetzen kannst. Herzlich willkommen zurück.

    Nur stillsitzen? Fehlanzeige.

    Auch bei uns im Online-Lerncoaching geht es nur mit Pausen, die den Fokus zurück bringen.  Am besten schon, bevor die Konzentration nachlässt, bauen wir gezielt solche Momente ein. Wir nutzen sie ganz bewusst als Unterstützung und auch als Anregung zum Mitnehmen für den Lernalltag.

    Viele Kinder merken dadurch, dass sie selbst etwas tun können, wenn es grad nicht mehr weitergeht, die Aufgaben anfangen zu nerven, keine neuen Ideen kommen. Dass sie sich nicht einfach „mehr anstrengen“ müssen, sondern dass es gute und sogar unterhaltsame und abwechslungsreiche Wege gibt, wieder in den Fokus zu finden.

    Und genau das ist oft der entscheidende Unterschied. Wenn du mehr darüber wissen willst, wie wir im Lerncoaching arbeiten, kannst du hier einen kostenlosen und unverbindlichen Starttermin vereinbaren.

    Du möchtest regelmäßig stärkende Impulse für dein Kind, mehr Klarheit im Lernalltag und konkrete Ideen, die euch wirklich weiterhelfen?

    Dann lass uns in Verbindung kommen und melde dich zu unserem Leichter-Lernen-Letter an. Dort erwarten dich:

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    Wir freuen uns auf dich.

    Bild eines Bildschirms, auf dem das Logo des Leichter-Lernen-Letter des Zentrums für Lern- und Persönlichkeitsentwicklung zu sehen ist.